Igelwissen – Rote Liste

|||    Traurige Berühmtheit: Der Igel auf der Roten Liste.

Die „Rote Liste“ ist ein wissenschaftliches Verzeichnis, in dem der Gefährdungsstatus von Tier-, Pflanzen- und Pilzarten erfasst wird. Sie zeigt, wie stark Arten bedroht sind – von „nicht gefährdet“ bis hin zu „vom Aussterben bedroht“. In Deutschland werden diese Listen vom Bundesamt für Naturschutz (BfN) in Zusammenarbeit mit Fachleuten erstellt. International macht das u. a. die International Union for Conservation of Nature (IUCN).

Der Braunbrustigel (Erinaceus europaeus) – also „unser“ in Europa heimischer Igel – ist schon länger Teil der Roten Listen, aber die aktuelle Neubewertung sorgte 2020/2021 für Aufmerksamkeit:

In Deutschland wurde er in die Vorwarnliste („potenziell gefährdet“) eingeordnet.

2024 stufte die IUCN den Igel europaweit sogar als „Near Threatened“ (nahezu gefährdet) ein – ein deutliches Warnsignal.
Das heißt: Der Igel ist nicht plötzlich „neu“ auf der Liste, aber seine Lage hat sich spürbar verschlechtert, weshalb er – auch als „Tier des Jahres 2024“ – stärker in den Fokus gerückt ist.