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||| Vater, Mutter, Kind – wie der Igel sich fortpflanzt
Die Paarungszeit der Igel liegt überwiegend zwischen Mai und August. In dieser Zeit machen sich die Herren der Schöpfung auf die Suche nach einer Partnerin und durchstreifen dabei mitunter Gebiete von mehreren Quadratkilometern.
Die eigentliche Paarung ist meistens ziemlich laut, kann sehr lange dauern und ist auch als „Igelkarussell“ bekannt. Hierbei umkreist der Igelmann seine Auserwählte immer und immer wieder. Mylady ist in der Regel anfangs alles andere als begeistert und äussert das mit Gefauche und typischem Abwehrverhalten: Die Stacheln werden aufgestellt, um dem Herrn zu zeigen „Mit mir nicht. Jedenfalls nicht so schnell!“
Die Natur hat aber vorgesehen, dass auch die Dame nach einer gewissen Zeit nicht abgeneigt ist – und so kommt es schließlich zur Paarung. Nach dessen Vollzug „er“ sich übrigens auf nimmerwiedersehen verabschiedet. Auf zu neuen Ufern.
Igelinnen tragen etwa 35 Tage und bringen in der Regel vier bis fünf, machmal auch mehr, Junge zur Welt. Augen und Ohren sind bei Geburt geschlossen und öffnen sich im Alter von etwa zwei Wochen.
Babyigel wiegen etwa 15 bis 25 Gramm, wenn sie auf die Welt kommen, sie legen aber rasch an Gewicht zu, denn die Mutter versorgt sie durchschnittlich sechs Wochen lang mit nahrhafter Muttermilch. Gesäugt wird dabei tagsüber, denn nachts ist Frau Mama damit beschäftigt, Nahrung für sich selber zu suchen.
Mit etwa einem Monat sind dann auch die Kleinen erstmals unterwegs und erbeuten – meistens ohne jede Anwesenheit oder Anleitung der Mutter – ihre ersten selbsterlegten Happen.
Etwa weitere zwei Wochen später machen sich die Jungigel – von Babies kann jetzt keine Rede mehr sein – auf, das Nest und damit auch das Muttertier zu verlassen.