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||| Das perfekte Zuhause: Der igelgerechte Garten.
Ein igelfreundlicher Garten ist nicht nur ein wertvoller Beitrag zum Naturschutz, sondern auch eine Bereicherung für die eigene grüne Oase. Der Igel ist ein nützlicher Gartenbewohner, da er Schnecken, Käfer und andere Insekten frisst. Mit einigen einfachen Maßnahmen lässt sich ein Garten so gestalten, dass er dem stacheligen Besucher Schutz, Nahrung und sichere Rückzugsorte bietet.
Ein igelfreundlicher Garten bedeutet vor allem: mehr Natur zulassen. Wer auf Vielfalt, Struktur und chemiefreie Pflege setzt, schafft nicht nur für Igel, sondern auch für viele andere Tiere einen wertvollen Lebensraum. So wird der Garten zu einem kleinen Beitrag für den Artenschutz – direkt vor der eigenen Haustür.
Naturnahe Struktur statt Ordnungsliebe
Ein igelfreundlicher Garten darf ruhig etwas „unordentlich“ wirken. Laubhaufen, Reisighaufen oder Totholz bieten ideale Verstecke und Winterquartiere. Besonders wichtig sind geschützte, ruhige Ecken, in denen das Laub über den Winter liegen bleiben darf. Auch dichte Hecken aus heimischen Gehölzen sind wertvolle Lebensräume.
Heimische Pflanzen und natürliche Nahrung
Igel ernähren sich hauptsächlich von Insekten und anderen Kleintieren. Ein vielfältig bepflanzter Garten mit heimischen Blumen, Stauden und Sträuchern zieht zahlreiche Insekten an – und sorgt so für ein reiches Nahrungsangebot. Auf chemische Pflanzenschutzmittel sollte unbedingt verzichtet werden, da diese die Nahrungsgrundlage zerstören und den Igel direkt schädigen können.
Durchgänge schaffen
Igel legen nachts weite Strecken zurück. Zäune und Mauern sollten daher kleine Durchgänge (etwa 10 x 10 cm) enthalten, damit die Tiere zwischen den Gärten wandern können. Solche „Igelautobahnen“ fördern den genetischen Austausch und helfen, isolierte Populationen zu vermeiden.
Sichere Wasserstellen und Unterschlupf
Eine flache Wasserschale – regelmäßig gereinigt – hilft besonders in trockenen Sommern. Zusätzlich kann ein spezielles Igelhaus aufgestellt werden. Dieses sollte an einem ruhigen, schattigen Ort stehen und mit Laub ausgepolstert sein.
Gefahren vermeiden
Typische Gefahrenquellen sind Mähroboter, steile Teichränder, Netze oder offenstehende Kellerschächte. Rasenroboter sollten nur tagsüber betrieben werden, da Igel dämmerungs- und nachtaktiv sind. Teiche brauchen flache Ausstiegsstellen. Netze und Draht sollten bodennah gespannt oder ganz vermieden werden.