
||| … was wir noch zu sagen hätten….
Zum guten Schluss möchten wir noch etwas anmerken.
Wie Du – hoffentlich – gelesen und gesehen hast, haben wir uns bemüht, diese Webseite freundlich, ansprechend, vielleicht ein bisschen humorvoll und an der einen oder anderen Stelle mit einem Augenzwinkern zu gestalten.
Wir haben das – trotz eines eigentlich ernsten Themas – getan, um die Thematik Igelhilfe positiv darzustellen.
Denn das ist sie – und das möchten wir, dem Leitspruch folgend „tu´ Gutes und sprich darüber“, vermitteln. Wir wollen aufklären und Bewusstsein schaffen. Denn unseren stacheligen Freunden geht es wirklich schlecht, und daran sind sie völlig unschuldig.
Im Gegensatz zu uns, den Menschen. All das Leid, dass wir in unserer Station zu sehen bekommen, ist menschengemacht, von uns verursacht und verschuldet. Jeder hungernde, verletzte, kranke Igel hat seinen Zustand uns zu verdanken.
Im „Großen“ durch die Zerstörung seiner natürlichen Lebensräume. Immer engere Bebauung, das mitunter rücksichtslose und oft wenig nachvollziehbare Abholzen von Wäldern und anderen Grünflächen drängen den Igel zurück. Pflanzenschutzmittel lassen die Insektenwelt schrumpfen und rauben dem Igel seine Nahrung.
Im „Kleinen“, und hier kommen wir zu Themen, die jeder einzelne von uns ändern kann, durch gedanken- oder gar rücksichtsloses Verhalten. Im Straßenverkehr, bei der Entsorgung – Stichwort wilder Müll – aber eben auch bei der Gestaltung und Pflege unserer Gärten. Warum muss es denn ein englischer Rasen sein? Es gibt keinen Preis für die einheitliche Länge von Grashalmen und keinen Pokal für den saubersten, laubfreiesten und symmetrischsten Garten. Wir möchten anregen, ein Stück des Gartens einfach mal „sein zu lassen“. Ein Reisighaufen oder eine verwilderte Hecke(necke) kann für einen Igel das Paradies auf Erden sein.
Auch zur Nutzung von Mährobotern sind an dieser Stelle ein paar Zeilen angebracht. Über die Sinnhaftigkeit dieser Erfindung kann man sicherlich diskutieren. Natürlich sind Umstände denkbar, in denen die Verwendung eines Mähroboters ein Segen ist. Manche Menschen können sich aus gesundheitlichen, zeitlichen oder anderen Gründen nicht um ihren Rasen kümmern, obwohl dessen Erscheinungsbild ihnen wichtig ist. Da ist ein Roboter eine praktibable Lösung. Aber muss der denn auch nachts seine „Arbeit“ verrichten?
Besitzer dieser Geräte sind herzlich eingeladen, einen Frühlingsvormittag bei uns zu verbringen und sich anzusehen, was diese Maschinen den Igeln antun. Abgetrennte Gliedmaßen, schwerste Schnittverletzungen am ganzen Körper, komplett zerhackte Igelbabies, all das gibt es bei uns zu bestaunen. Wir verzichten ganz bewusst darauf, Fotos zu zeigen oder das Thema noch drastischer zu beschreiben. Sogar aus gutem Grund, denn das Leid der Tiere ist tatsächlich unbeschreiblich.
Und jetzt möchten wir zum Ende kommen. Wir hoffen, Euch ein wenig wachgerüttelt zu haben. Jeder kann etwas tun. Oder lassen.
Fahrt vorsichtig, besonders bei Dunkelheit. Igel lesen nunmal keine Verkehrsschilder, das können nur wir. Die Schilder zeigen übrigens die zulässige, nicht die vorgeschriebene Höchstgeschwindigkeit an. Man darf auch langsamer.
Lasst mal eine Gartenecke verwildern. Verbrennt Euer Laub nicht, das ist ohnehin eine Sauerei. Vielleicht streut Ihr ja mal Blumensamen auf die Wiese. Oder stellt sogar ein Igelhaus auf. Die stacheligen kleinen Kerlchen würden sich freuen. Und wir auch.
Und bitte, bitte, verzichtet auf den Einsatz von Mährobotern nach Einbruch der Dunkelheit. Das stört tagsüber wirklich niemanden.
Dank für Euer Interesse!
Das Team der
Igelhilfe Aachen-Düren à Campo e.V.